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Dort, wo die AUDI AG noch im September die jüngsten Neuheiten präsentiert hat, kamen zu den „Open Talks“ (12. – 14. Oktober 2011) der Frankfurter Buchmesse renommierte Autoren, Wissenschaftler und Kreative zusammen: Sie machten den Auftakt, um unter dem Motto „Neues Denken im Dialog“ zu diskutieren, wie Vernetzung zu einem Treiber wissenschaftlichen, technologischen und womöglich auch sozialen Fortschritts werden kann – und in welchen Kontexten Kreativität und Innovation überhaupt möglich ist.
Die Veranstaltungsreihe „Collective Storytelling“ (12. – 16. Oktober 2011) überträgt die kreative Vernetzung auf den individualistisch geprägten Prozess des Schreibens und Erzählens selbst: In Live-Sessions traten Autoren unterschiedlicher Genres – vom Lyriker bis zum Songwriter – auf und schrieben eine gemeinsame Storyline individuell fort.
Neues Denken entsteht durch neue Verbindungen: Durch die Verknüpfung unserer eigenen Gedanken mit denen anderer kommen neue, möglicherweise große Ideen zustande. Das „missing piece“ für wirklich Neues – oft findet es sich nur im Austausch. Wie wird aus einer Begegnung unterschiedlicher Sichtweisen eine neue Herangehensweise? Bringt Konvergenz verschiedener Disziplinen wirklich produktive neue Ansätze?
Turbulent oder abgeschieden, vernetzt oder isoliert – wie müssen Räume gestaltet sein, in denen wir Inspiration erfahren, Kreativität entwickeln und auf andere übertragen? Wie gestalten wir reale Räume, die die Mischung von Ideen und die Konvergenz verschiedener Denkrichtungen fördern? Was macht eine Stadt zu einem kreativen ‚Hotspot‘, und was lässt andere Städte zurückfallen? Kann Stadtplanung von digitalen Räumen lernen?
Wenn heute soziale Bewegungen Konjunktur haben, ist die Bandbreite an Bewegungs-Formen größer denn je. Und dennoch finden sie alle unter dem gemeinsamen Label „Neue soziale Bewegungen“ zusammen. Sie nehmen Menschen mit, aktivieren sie, schließen sie aus oder zusammen. Aber was ist neu an der neuen sozialen Bewegung – die Vernetzung? Bleibt sie eine Mode des Zeitgeists – oder entsteht hier dauerhaft eine neue Triebkraft für gesellschaftliche Entwicklung? Denn was bewegt sich überhaupt, wenn scheinbar alle bewegt sind? Und wohin bewegen sich die Neuen sozialen Bewegungen selbst?
In fünf Live-Sessions traten an fünf Tagen jeweils 90 Minuten Autoren auf und erzählten auf ihre individuelle Art eine Storyline weiter. Inhaltlich gab es schwerlich einen linearen Erzählstrang mit gewohnter Struktur, formal auf keine Fälle.
Es gab nur eine Vorgabe für die Autoren: Ihre Episode soll anschlussfähig, also „weitererzählbar“ bleiben – der letzte macht dann das Licht aus.