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Audi Sommerkonzerte 2018

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Festivalhistorie

Mit der Gründung der Audi Sommerkonzerte im Jahr 1990 erweiterte die AUDI AG mit einem eigenen Festival ihr Kulturengagement. Hierbei trat Audi nicht im klassischen Sinne als Sponsor in den Vordergrund, sondern gestaltete erstmals als Veranstalter ein ganz eigenes Konzertprogramm. Ziel war es, als integraler Bestandteil der Region das kulturelle Leben am Standort Ingolstadt zu bereichern und somit auch zur Lebensqualität der Menschen beizutragen. Am 15. Juni 1990 eröffneten Lorin Maazel und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks die ersten „Sommerkonzerte zwischen Donau und Altmühl“, wie das Festival bis 2003 hieß.

Highlights der Audi Sommerkonzerte

Seit 27 Jahren bieten die Audi Sommerkonzerte ihrem Publikum jedes Jahr ein hochkarätiges Programm. Dirigenten wie Carlos Kleiber, Zubin Mehta oder Nikolaus Harnoncourt, namhafte Solisten wie Anne-Sophie Mutter, Lang Lang oder Juan Diego Flórez und renommierte Ensembles aus aller Welt ziehen im Sommer das Publikum in ihren Bann. Eine besonders schöne, bis heute währende Tradition stellt das Gastspiel der Salzburger Festspiele bei den Sommerkonzerten dar. Das bedeutet für Ingolstadt ein Privileg, das keine andere Stadt der Welt genießt.

2009 feierten die Audi Sommerkonzerte ihr 20-jähriges Bestehen und veranstalteten als Dankeschön an ihr treues Publikum erstmals zwei große Open-Air-Konzerte mit freiem Eintritt. Über 17.000 Besucher strömten in den Klenzepark und ihre Begeisterung gab Anlass, die Klassik Open-Air-Reihe bis heute weiterzuführen.

Im Jahr 2014 rief Audi zusammen mit dem international erfolgreichen Dirigenten Kent Nagano das dreijährige „Vorsprung-Festival“ ins Leben – ein Festival im Festival, das besonders progressive Künstler und Programme in den Fokus nahm und neue Schnittstellen zwischen Größen der klassischen Musikszene und jungen aufstrebenden Talenten schuf.

Zum 25-jährigen Jubiläum der Audi Sommerkonzerte wurde eine Werkhalle zu einem Konzertsaal mit außergewöhnlicher Atmosphäre umgestaltet. Im Hintergrund des London Symphony Orchestra erschienen zu den tosenden Klängen von Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ kunstvoll digital verfremdete Projektionen der Dirigentenbewegungen auf Leinwand. Anschließend realisierte Kent Nagano unter dem Motto „Natur und Technik“ noch George Antheils „Ballet mécanique“ – zusammen mit vier Pianisten, der Schlagzeuggruppe um Peter Sadlo und drei Ducati-Motorrädern als Instrumenten. Ein weiteres technisches und musikalisches Highlight des Jubiläumssommers präsentierte das Minguet Quartett, das in vier fliegenden Helikoptern platziert Karlheinz Stockhausens „Helikopter-Streichquartett“ aufführte.

Bühne für den Nachwuchs

Die Audi Sommerkonzerte haben sich immer stärker zu einem Begegnungsraum für Künstler verschiedener Generationen entwickelt. Im ersten Festivaljahrzehnt spielte die Bayerische Orchesterakademie Ingolstadt – ab 1993 „BR Orchesterakademie Ingolstadt“ genannt – eine große Rolle. Hier lernte ein Sinfonieorchester aus Musikstudenten von den Profimusikern des Bayerischen Rundfunks und arbeitet unter namhaften Dirigenten wie Lord Yehudi Menuhin, Lorin Maazel, Mstislaw Rostropowitsch oder Mariss Jansons.

Auch nachdem Audi im Sommer 2004 zum alleinigen Veranstalter der Sommerkonzerte wurde, setzte das Festival sein Engagement in diesem Bereich fort. In der Saison 2008 feierte die Audi Jugendchorakademie, ein Projektchor für etwa 70 junge Sängerinnen und Sänger, ihre Premiere. Mittlerweile gastiert der Chor international und war zuletzt unter anderem an der Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg im Januar 2017 beteiligt. Darüber hinaus ermöglichen die Sommerkonzerte Nachwuchskomponisten und -künstlern durch die Vergabe von Auftragskompositionen und Gastauftritten eine Bühne.

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© AUDI AG