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Biographie Akamus

Die Akademie für Alte Musik Berlin (kurz Akamus) feiert 2022 ihr 40-jähriges Bestehen. 1982 in Berlin gegründet, gehört das Ensemble heute zur Weltspitze der historisch informiert spielenden Kammerorchester.

Seit vier Jahrzehnten beweist das Orchester immer wieder seine Wandlungsfähigkeit mit aufregenden Konzertprojekten und musikalischen Entdeckungsreisen. So leistete Akamus Wesentliches für die Wiederentdeckung der Musik Carl Philip Emanuel Bachs und Georg Philipp Telemanns. Konsequent und wohl überlegt hat das Ensemble sein Kernrepertoire in Barock und Klassik nach und nach bis ins 19. Jahrhundert ausgeweitet, so jüngst mit seinem vielbeachteten Zyklus „Beethovens Sinfonien und ihre Vorbilder“.

Ob in New York oder Tokyo, London oder Buenos Aires: Akamus ist ständiger und vielgefragter Gast auf den wichtigsten europäischen und internationalen Konzertpodien. Gastspiele führen das Orchester im Jubiläumsjahr unter anderem in das Concertgebouw Amsterdam, den Wiener Musikverein und das Festspielhaus Baden-Baden. Als Artist in Residence ist Akamus 2022 zudem gleich mehrfach in der Londoner Wigmore Hall sowie beim Deutschen Mozartfest Augsburg zu erleben.

Im Kulturleben seiner Heimatstadt Berlin ist Akamus ein zentraler Pfeiler. Seit über 30 Jahren gestaltet das Orchester eine Abonnement-Reihe im Konzerthaus Berlin. Das musikalische Herz von Akamus schlägt aber auch für das Musiktheater: An der Berliner Staatsoper widmet sich das Ensemble regelmäßig der Barockoper. Mit einer eigenen Konzertreihe ist Akamus seit 2012 zudem regelmäßig im Münchener Prinzregententheater zu Gast.

Akamus musiziert unter der wechselnden Leitung seiner beiden Konzertmeister Bernhard Forck und Georg Kallweit sowie ausgewählter Dirigenten. Mit René Jacobs verbindet das Ensemble eine besonders enge und langjährige künstlerische Partnerschaft. Darüber hinaus leiteten in jüngster Zeit Emmanuelle Haim, Bernard Labadie, Paul Agnew, Diego Fasolis, Fabio Biondi, Rinaldo Alessandrini und Christophe Rousset das Orchester.

Regelmäßig arbeitet Akamus zudem mit international renommierten Solisten wie Isabelle Faust, Antoine Tamestit, Kit Armstrong, Alexander Melnikov, Anna Prohaska, Michael Volle und Bejun Mehta zusammen. Gemeinsam mit der Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests entstand die Erfolgsproduktion von Henry Purcells Dido & Aeneas, die bislang über hundert Aufführungen von Berlin bis Sydney erlebte.

Hervorzuheben ist die außergewöhnlich erfolgreiche Kooperation mit dem RIAS Kammerchor Berlin, die 2022 ebenfalls ein Jubiläum feiert: Vor 30 Jahren begann die für beide Ensembles gleichermaßen prägende Zusammenarbeit. Eine weitere enge Partnerschaft pflegt Akamus mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks sowie mit der Audi Jugendchorakademie.

Die mittlerweile rund hundert Aufnahmen des Ensembles wurden mit allen bedeutenden Schallplattenpreisen ausgezeichnet, darunter Grammy Award, Diapason d'Or, Gramophone Award, Edison Award, MIDEM Classical Award, Choc de l'année sowie der Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. 2006 erhielt das Orchester den Telemann-Preis der Stadt Magdeburg, 2014 die Bach-Medaille der Stadt Leipzig.

Im Jubiläumsjahr erscheinen auf CD unter anderem Orchesterwerke von Telemann mit dem Bratscher Antoine Tamestit als Solisten, ferner eine Einspielung von Beethovens 4. und 8. Sinfonie sowie Bachs Messe in h-Moll mit dem RIAS Kammerchor Berlin unter der Leitung von René Jacobs.

Bildnachweis:

Akamus: © Uwe Arens