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Biographie Georgisches Kammerorchester Ingolstadt

30 Jahre Georgisches Kammerorchester Ingolstadt (GKO): Mit diesem großen Jubiläum konnte 2020 eine Erfolgsgeschichte gefeiert werden, die nicht nur im deutschen Orchesterleben einzigartig ist. Das GKO ist längst in Ingolstadt und der Region zu Hause, ein höchst agiler, lebendiger Teil der Gesellschaft, um mit seinem singulären Profil zugleich nachhaltig in die Musikwelt zu wirken. Damit hat sich das GKO längst von einem Exil- zu einem Integrationsorchester entwickelt, ohne seine Identität und Herkunft zu leugnen.

Ein Rückblick: Im Jahr 1964 wird das Ensemble in der georgischen Hauptstadt Tbilisi als Georgisches Staatskammerorchester gegründet. In der Zeit der politischen Wende beschließt das Orchester 1990 während einer Tournee, im Westen zu bleiben und nach Deutschland überzusiedeln. Seither hat das GKO seinen Sitz in Ingolstadt. Dank der Unterstützung der Stadt Ingolstadt, der AUDI AG und der Sparkasse Ingolstadt wird es schnell zu einem festen, integralen Bestandteil des regionalen und überregionalen Kulturlebens.

Mit seinen Konzertreihen in der Region, internationalen Gastspielen, seinen Kinder- und Jugendprojekten sowie vielbeachteten CD-Produktionen macht das GKO beständig auf sich aufmerksam. Es genießt nicht nur ein hohes Renommee in der Musikwelt, sondern erschließt sich beharrlich neue, auch jüngere Publikumskreise. Viele bekannte Dirigentenpersönlichkeiten haben das Orchester maßgeblich geprägt. So verhalf die langjährige Leiterin sowie Geigerin Liana Issakadze dem GKO zwischen 1981 und 1999 zu internationalem Ruhm.

Bleibende Akzente setzte zudem Markus Poschner von 2000 bis 2006. Er führte nicht zuletzt die bis heute beliebten Abonnementkonzerte ein. Seit 2021 ist Ariel Zuckermann künstlerischer Leiter des GKO. In Ingolstadt ist er bestens bekannt, denn: Er war bereits zwischen 2007 und 2012 Chefdirigent des GKO. Von 2015 bis 2020 agierte Ruben Gazarian überaus erfolgreich in dieser Position. Das Jahr 2014 stand ganz im Zeichen des 50. Gründungsjubiläums des GKO.

In dieser langen Geschichte haben noch dazu viele herausragende internationale Solisten die Bühne mit dem Orchester geteilt. Persönlichkeiten wie David Oistrach, Barbara Hendricks, Svjatoslav Richter oder Daniil Shafran sind genauso mit dem Ensemble aufgetreten wie Heinrich Schiff, Tabea Zimmermann, Juan Diego Florez, Gidon Kremer, Edita Gruberova, Giora Feidman, Elisso Virsaladze, Lynn Harrell, Rudolf Buchbinder, Christian Zacharias, Lisa Batiashvili, Natalia Gutman, Diana Damrau, Gilles Apap, Maxim Vengerov, Khatia Buniatishvili, Julian Rachlin oder Daniel Müller-Schott.

Das GKO Ingolstadt fühlt sich nicht nur einem breiten Repertoire verantwortlich, vom Barock bis zur Moderne, sondern auch als kultureller Botschafter von Ingolstadt. Rund 90 Konzerte im Jahr führen das Orchester regelmäßig auch zu Musikfestivals wie dem Internationalen Musikfest Kreuth, den Oettinger Residenzkonzerten oder dem Festlichen Sommer in der Wies. Gastspiele im Ausland kommen hinzu, darunter nach Spanien, Frankreich, Georgien, Österreich und in die Schweiz. Bei den Sommerkonzerten, einer Veranstaltungsreihe der AUDI AG, ist das Ensemble seit Jahren fester Bestandteil.

Das nachhaltige Wirken des GKO, seine gewichtige Tradition und beispiellose Integrationsgeschichte findet größte Anerkennung. Seit 2010 wird das Ensemble als nicht staatliches Kulturorchester vom Freistaat Bayern gefördert. Heute, seit 2021, ist das GKO zudem auch offiziell und tarifvertraglich als Kulturorchester der Spitzenstufe A eingeordnet (TV-K A). Auch dies belegt den unverzichtbaren, herausragenden Beitrag, den das GKO im Musikleben leistet.

Bildnachweis:

Georgisches Kammerorchester Ingolstadt: © Andi Frank