Tsotne Zedginidze | Audi Sommerkonzerte

Audi Sommerkonzerte 2022

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Eine Jahrhunderterscheinung

Sonntag, 3. Juli 2022

Beginn: 11 Uhr (Um 10:30 Uhr findet auf der Wechselausstellungsebene 1. OG im museum mobile eine Konzerteinführung mit Annekatrin Hentschel {BR Klassik} statt.)
Ort: Audi Forum Ingolstadt, museum mobile (Wechselausstellungsebene 1. OG)
Karten: 20 Euro (freie Platzwahl)

Künstler:

Tsotne Zedginidze (Klavier)

BIOGRAPHIEN:

Programm:

Werke von Debussy (1862 – 1918), Schönberg (1874 – 1951), Bartók (1881 – 1945), Janáček (1854 – 1928) und Zedginidze (* 2009)

Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Clara Schumann: Sie alle begannen ihre Karriere als „Wunderkinder“. In atemberaubendem Tempo und mit spielerischer Leichtigkeit lernten sie, was für die meisten Menschen bis ins hohe Alter unerreichbar bleibt. Der Salzburger Hoftrompeter Andreas Schachtner wurde Zeuge, wie der noch sehr junge Mozart, „ohne die geringste Anweisung auf der Violine“ erhalten zu haben, beim häuslichen Musizieren die zweite Geige übernahm: Um sie zu spielen, brauche „man es ja wohl nicht erst gelernt zu haben“, so Mozarts lakonischer Kommentar.

Als musikalisch Hochbegabter unserer Zeit gilt der junge georgische Klaviervirtuose Tsotne Zedginidze (Jahrgang 2009), der mit überwältigender Musikalität bereits im Alter von fünf Jahren auch zu komponieren begann: „Tsotne“, betont der georgische Gegenwartskomponist Giya Kancheli, „ist ein Phänomen, das einmal in einem Jahrhundert geboren wird“. Lisa Batiashvili, die Tsotne Zedginidzes Violinsonate 2021 beim georgischen Tsinandali Festival uraufgeführt hat, brachte das junge Ausnahmetalent nach Berlin zu Daniel Barenboim, der „hingerissen“ war (Batiashvili). „Tsotne ist der Mozart des 21. Jahrhunderts“, sagt die Geigerin, „er ist wirklich eine Jahrhunderterscheinung, dieser kleine Junge“. Zedginidze ist Stipendiat der Lisa Batiashvili Foundation und präsentiert sein außergewöhnliches Können bei den Audi Sommerkonzerten mit Werken von Mozart und anderen Komponisten. Natürlich spielt er auch eigene Kompositionen, die „so modern und schön sind, dass man diese Art von Musik noch gar nicht wirklich kennt“ (Batiashvili) – und die so große Meister wie Daniel Barenboim inspiriert, der dann am Abend in Ingolstadt auftreten wird.

Bildnachweis:

Tsotne Zedginidze: © Gela Megrelidze
Text: Harald Hodeige