Genialität im Duett | Audi Sommerkonzerte

Audi Sommerkonzerte 2022

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Genialität im Duett

Sonntag, 3. Juli 2022

Beginn: 19 Uhr (Um 18:30 Uhr findet im Mittelfoyer des Stadttheaters eine Konzerteinführung mit Annekatrin Hentschel {BR Klassik} statt.)
Ort: Festsaal im Stadttheater Ingolstadt
Karten: 90 Euro / 80 Euro / 70 Euro / 60 Euro

Künstler:

Daniel Barenboim (Klavier)
Lisa Batiashvili (Violine)

BIOGRAPHIEN:

Programm:

Johannes Brahms (1833 – 1897): Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 G-Dur op. 78 Regenliedsonate
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827): Sonate für Klavier und Violine c-Moll op. 30 Nr. 2

Er ist als Pianist ebenso erfolgreich wie als Dirigent und ein unermüdlicher Förderer musikalischer Nachwuchstalente: Daniel Barenboim, der für sein musikalisches wie gesellschaftliches Engagement mit unzähligen Preisen ausgezeichnet wurde. 1999 rief er etwa gemeinsam mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said das West-Eastern Divan Orchestra ins Leben, das jeden Sommer junge Musikerinnen und Musiker aus Israel, Palästina und den arabischen Ländern zusammenführt.

Mit zehn Jahren gab Barenboim sein erstes öffentliches Konzert, bevor er als jüngstes Mitglied in die Dirigierklasse des berühmten Igor Markevitch aufgenommen wurde. Die Aura des Wunderkindes hat er nie ganz verloren – bei seinem Solistendebüt bei den Berliner Philharmonikern war er erst 21 Jahre alt und stand am Beginn einer steilen Karriere. Heute zählt der amtierende Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden zu den bedeutendsten Kulturschaffenden unserer Zeit. Eine enge künstlerische Partnerschaft verbindet ihn mit Lisa Batiashvili, die mit „reinem, wunderschönen Ton und fabelhafter Technik“ (The New York Times) zu den weltweit gefragtesten Geigerinnen zählt. Gemeinsam präsentieren Daniel Barenboim und Lisa Batiashvili bei den Audi Sommerkonzerten intime Dialoge für Violine und Klavier: Eingeleitet wird der Abend von Johannes Brahms’ Regenliedsonate, die ihren Namen den Selbstzitaten aus Brahms „Regenliedern“ op. 59 verdankt, die im Sonatenfinale anklingen: eine wehmütig-schwärmerische, hochpoetische Musik. Zum gleichberechtigten Duett finden Klavier- und Violinstimme auch in Beethovens c-Moll-Sonate op. 30 Nr. 2 – allerdings in „heroischem“, aufbegehrenden Tonfall, bei dem sich bisweilen Abgründe auftun. Beethoven komponierte das Stück in dem Jahr, in dem er in einem Brief an seine Brüder verzweifelt seine beginnende Taubheit beklagt – und zu einem neuen, dramatischeren, tiefgründigeren und klangvolleren Stil fand.

Bildnachweis:

Daniel Barenboim: © Harald Hoffmann/Deutsche Grammophon
Text: Harald Hodeige