Goldmund Quartett | Audi Sommerkonzerte

Audi Sommerkonzerte 2022

  • 1920x600_Goldmund_Quartett_2019.jpg
1920x600_Goldmund_Quartett_2019.jpg

Stradivari-Legenden

Samstag, 9. Juli 2022

Beginn: 20 Uhr (Um 19:30 Uhr findet auf der Wechselausstellungsebene 1. OG im museum mobile eine Konzerteinführung mit Annekatrin Hentschel {BR Klassik} statt.)
Ort: Audi Forum Ingolstadt, museum mobile (Wechselausstellungsebene 1. OG)
Karten: 25 Euro (freie Platzwahl)

Künstler:

Goldmund Quartett:
Florian Schötz (Violine)
Pinchas Adt (Violine)
Christoph Vandory (Viola)
Raphael Paratore (Violoncello)

BIOGRAPHIEN:

Programm:

Joseph Haydn (1732 – 1809): Streichquartett b-Moll op. 33 Nr. 1 Hob. III:37
Fazıl Say (* 1970): Streichquartett Divorce
Franz Schubert (1797 – 1828): Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810 - Der Tod und das Mädchen

Sie sind brillant, klangschön und etwas kapriziös: Die Violinen, Bratschen und Violoncelli, die Antonio Stradivari vor rund 300 Jahren baute und die heute als die besten (und teuersten) Streichinstrumente der Welt gelten. Schon zu Lebzeiten des legendären Cremoneser Geigenbauers hatte man die Idee, Quartette beziehungsweise ganze Ensembles mit den Schätzen aus seiner Werkstatt zu besetzen. Denn Stradivaris Instrumente verfügen über eine außergewöhnlich brillante Trennschärfe, was bedeutet, dass die Mittelstimmen immer transparent hörbar bleiben – eingebettet in einen kristallinen Gesamtklang von überwältigender Präsenz. Insofern greift das Münchner Goldmund Quartett, „eines der vielversprechenden Ensembles derzeit“ (DER SPIEGEL), auf eine lange Tradition zurück, da die international gefeierten Musiker auf Instrumenten aus der Werkstatt Stradivaris spielen – genauer: auf einem Quartett, das aus dem Besitz des legendären „Teufelsgeigers“ Niccolò Paganini stammt, der nicht nur die beiden Geigen gespielt hat, sondern auch die Viola und das Violoncello.

Bei den Audi Sommerkonzerten startet das Goldmund Quartett mit Joseph Haydns brillantem h-Moll-Quartett op. 33 Nr. 1, einem Streichquartett-Klassiker, mit dem der Komponist ein neues Kapitel der damals noch jungen Gattung aufschlug. Mit Fazıl Says Streichquartett Divorce (Scheidung) folgt eine Musik voller emotionaler Extreme, dessen „psychologische Essenz sich bis zu einem gewissen Grad auch auf das Zusammenspielen und -leben in einem Streichquartett übertragen lässt. Wir ringen miteinander um den Ausdruck tiefster Emotion, gehen durch Höhen und Tiefen“ (Say). Dennoch kommt in dem 2010 uraufgeführten Werk streckenweise Jazzclub-Atmosphäre auf, wobei der zentrale Mittelsatz in den Worten des Komponisten von „der Suche nach einem Ausweg und der Traurigkeit“ beherrscht wird. Abschied und Trauer prägen auch Franz Schuberts Streichquartett Der Tod und das Mädchen, in dem sämtliche Sätze in Molltonarten stehen (drei davon in der traditionellen Todestonart d-Moll). Dem Variationssatz legte Schubert als Thema sein 1817 komponiertes Matthias-Claudius-Lied „Der Tod und das Mädchen“ zugrunde, wobei der Gegensatz zwischen Leben und Tod, Jugend und Vergänglichkeit, in allen Teilen des Werks thematisiert wird.

Bildnachweis:

Goldmund Quartett: © goldmundquartet.com
Text: Harald Hodeige