MISSION:ZERO

Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung und Klimawandel gehören zu den großen Herausforderungen der Gegenwart. Deshalb setzt der Audi Konzern nicht nur auf nachhaltige Produkte und innovative Antriebstechnologien, sondern beginnt bereits in der Produktion den ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Das bedeutet einen schonenden Umgang mit Ressourcen wie Energie und Wasser und die Vermeidung von CO₂-Emissionen, Lösemittelemissionen und Abfall.

Wie macht Audi die CO₂-neutrale Produktion zur Realität?

In der Automobilproduktion entstehen CO₂-Emissionen an mehreren Stellen – zum Beispiel durch die Bereitstellung von Strom und Wärmeenergie oder durch den Verkehr im Werk.

2014 ermittelte Audi dazu als erster Premiumautomobilhersteller seinen Corporate Carbon Footprint, also den CO₂-Fußabdruck, nach einer weltweit gültigen Norm. Ein wichtiger Schritt, um die unternehmensweiten Treibhausgasemissionen transparent zu machen. Seither können sie noch gezielter analysiert und wirksam reduziert werden.

Beispiel Brüssel: Die Produktion erfolgt hier vollständig CO₂-neutral, zertifiziert durch unabhängige Gutachter. Der Standort ist somit Vorreiter und Vorbild zugleich. Dazu passt, dass hier auch das erste rein elektrische Serienautomobil, der Audi e-tron, produziert wird. Das Unternehmen stellt damit nicht nur eine weitere Weiche für die eigene Zukunft, es leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Strategieziel Nachhaltigkeit.

Durch die Umstellung auf grünen Strom wurden bei Audi Brussels seit 2016 jährlich rund 17.000 Tonnen CO₂ vermieden – so viel, wie circa 1.500 Deutsche pro Jahr emittieren.

Auf den Dächern des Audi Werks in Brüssel steht die größte Photovoltaikanlage der Region – sie ist so groß wie etwa 12,5 Fußballfelder.

Die CO₂-Emissionen, die bei der Nutzung von Erdgas entstehen, kompensiert Audi in Brüssel durch den Erwerb von Biogaszertifikaten und spart damit jährlich rund 22.000 Tonnen CO₂ ein. Dafür könnte man mit einer Audi A3 Limousine etwa 4.200 Mal um die Welt fahren.

Am Standort Brüssel wurden im Jahr 2019 rund 4.250 Tonnen CO₂ pro Jahr über Zertifikate kompensiert, die nicht durch andere Energieträger vermieden werden können. Ein Kreuzfahrtschiff mit 2500 Passagieren könnte dafür rund zehn Tage auf See fahren.

Grüner Strom

Bereits seit 2012 bezieht Audi in Brüssel grünen Strom und vermeidet bis zu 17.000 Tonnen CO₂ pro Jahr. 2013 kam die größte Photovoltaikanlage der Region hinzu. 2017 wurde die Anlage erweitert. Mit einer Fläche von 89.000 Quadratmetern ist sie so groß wie etwa 12,5 Fußballfelder und produziert grünen Strom, mit dem mehr als 1500 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang versorgt werden könnten. Des Weiteren wird der Wärmebedarf des Werks über den Erwerb von Biogaszertifikaten CO₂-neutral gestellt. Alle anderen Emissionen, die durch Kraftstoffe, Heizöl oder die Verbrennung von Lösemitteln entstehen, werden über sogenannte Carbon-Credit-Projekte bilanziell kompensiert.

Der ökologische Fußabdruck wird aber nicht nur durch die Reduzierung von CO₂-Emissionen verbessert. Umweltprojekte sorgen auch dafür, dass Wasser und Energie eingespart oder Schadstoffemissionen in die Luft bzw. über das Abwasser reduziert werden.

Effizienz ist dabei ein Grundprinzip aller Prozesse. Dazu zählt auch, den Einsatz umweltbelastender Stoffe zu vermeiden und Ressourcen optimal zu nutzen. Dabei kommen modernste Technologien zum Einsatz.

Umweltschutz in Brüssel

Die Übersicht zeigt, wie vielseitig und umfassend das Werk Brüssel Umweltschutz betreibt und welche Projekte in den Hallen umgesetzt werden.

Audi Konzern Standorte

Die zahlreichen Produktionsstandorte des Audi Konzerns tragen einen großen Teil dazu bei, dass das Unternehmen seine ökologischen Ziele erreicht.

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  • Audi Standort in Ingolstadt: Mit dem Membranbioreaktor, einer zukunftsweisenden Form der Wasseraufbereitung, reduziert Audi Ingolstadt den Frischwasserverbrauch zukünftig jährlich um bis zu eine halbe Million Kubikmeter. Denn: Die Abwässer werden so aufbereitet, dass sie als Betriebswasser wieder eingesetzt werden können. Damit wird so viel Frischwasser eingespart, wie rund 11.000 Deutsche pro Jahr im Schnitt verbrauchen. Zudem ist das Werk heute in Bezug auf die Energieversorgung bereits zu etwa 70 Prozent CO₂-neutral.

  • Audi Standort in Neckarsulm: In der Lackiererei des zweiten Audi Stammwerks in Deutschland werden die Lösemittelemissionen um etwa 50 Prozent reduziert. Anfallende Spülabwässer werden der anliegenden Kläranlage zugeführt und enthaltene Lösemittel dort in anaerober Vergärung in Methan umgewandelt, das als Energieträger genutzt wird. 2017 ließen sich dadurch 250 Tonnen an flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) vermeiden.

  • Audi Standort in San José Chiapa: Im mexikanischen Audi Werk konnten im ersten Quartal 2017 über 90 Prozent der anfallenden Abfälle, inklusive Metalle, recycelt werden – also fast 30.000 Tonnen. Das entspricht einem Gewicht von mehr als sechs beladenen Güterzügen. Als weiteres Umweltprojekt wurden im Umfeld des Werks 100.000 Bäume gepflanzt und 25.000 Gruben ausgehoben. Diese haben mehrere Funktionen: Sie versorgen die Bäume in der Nähe mit Wasser und fangen jährlich bis zu 375.000 Kubikmeter Regenwasser auf, das gefiltert zur natürlichen Regeneration des Grundwassers beiträgt. Zudem reduzieren die Gruben die Bodenerosion.

  • Audi Standort in Győr: Im ungarischen Audi Werk deckt eine Geothermieanlage den Wärmebedarf zu mehr als 60 Prozent – und das vollständig CO₂-neutral. Dafür wird über 100 Grad Celsius heißes Wasser aus rund 2.400 Metern Tiefe genutzt. Durch diese Anlage werden jährlich 23.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden – so viel, wie mehr als 3.600 Ungarn pro Jahr verbrauchen. Der Pro-Kopf-Ausstoß an CO₂-Emissionen liegt in Ungarn durchschnittlich bei 6,3 Tonnen pro Jahr.

  • Ducati: Seit 2016 erzeugt eine Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage elektrischen Strom, Wärme- und Kühlenergie. Die elektrische Energie, die mit dieser Anlage produziert wird, macht etwa 80 Prozent der gesamten Nachfrage des Ducati Werks in Bologna aus. Dadurch konnten im ersten Jahr bereits mehr als 2.000 Tonnen CO₂ vermieden werden. Eine Einsparung, für die ein Mensch rund 300 Mal von München nach Sydney und wieder zurück fliegen könnte.

  • Lamborghini: Seit 2015 hat Lamborghini den anfallenden Sondermüll durch die Errichtung einer neuen Reinigungsanlage für die Aufbereitung des Waschwassers reduziert. Allein 2017 wurde so im Werk von Sant’Agata Bolognese die Abfallmenge um etwa 800 Tonnen gesenkt, das entspricht in etwa dem Gewicht von 400 neuen Audi A8.