Programm 26. Juli 2025
Salzburger Festspiele zu Gast: „Berge flüstern laut“ – Musiktheater für Kinder

Bildnachweis: © SF / Gemma Palacio
Programm
26.07.2025
15 Uhr
museum mobile im Audi Forum Ingolstadt
Erwachsene 14 Euro / Kinder 10 Euro / freie Platzwahl
„Berge flüstern laut“
Musiktheater für Kinder ab 8 Jahren mit Texten von Regieteam und Ensemble
Elli Neubert Regie
Matteo Haitzmann Musik
Jakob Boeckh Szenografie
Maria Leitgab Dramaturgie
Franca Luisa Burandt Performance
Matteo Haitzmann Violine und Performance
Anne-Suse Enßle Blockflöte und Performance
Ein Gastspiel des Salzburger Festspiele Kinder- und Jugendprogramms jung&jede*r
Künstlerinnen/Künstler

© Freepik
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Werktext
„Berge flüstern laut“
Musiktheater für Kinder
In der Sagen- und Mythenwelt der Salzburger Berge tummeln sich geheimnisvolle Gestalten, allen voran der Zauberer Jackl, von dem man sich allerhand wundersame Dinge erzählt. Angeblich hielt er sich immer überall und nirgends auf, weshalb man nie wusste, wohin er ging oder woher er kam. Im 17. Jahrhundert galt er als bekanntester Hexenmeister Salzburgs: Viele wollten gesehen haben, dass er aus einem Holzscheit Späne schnitt, die sich sofort in Mäuse verwandelt haben, weshalb man ihn auch den „Mäusemacher“ nannte. Tatsächlich gab es damals einen gewissen Jakob Koller, der als Zauberer Jackl in den Salzburger Mythenschatz einging. Angeblich verstand dieser sich auch darauf, eine Salbe herzustellen, die ihn 24 Stunden lang in einen Wolf verwandelte. So entkam er jedem Verfolger – obwohl er seinerzeit zu den meistgesuchten Menschen des Landes zählte.
Ebenfalls im Salzburger Sagenschatz bekannt: die alte Frau Perchta, die Faulheit bestraft und Fleiß belohnt – mit goldenen Fäden und Flachsbündeln oder mit Münzen, die sich wie zufällig in Eimern am Brunnen anfinden. Zu den bekannten Sagen rund um den Untersberg, dem nördlichsten Massiv der Berchtesgadener Alpen, gehört die von den Untersberger Mandln: Zwerge, die im und beim Berg hausen und sich der Waisen, Armen und Kranken annehmen. Nur wer böse ist, wird von ihnen bestraft. Oft treibt auf dem Untersberg auch die Wilde Jagd ihr Unwesen, etwa wenn sie unter Hundegebell, Katzengeschrei, Pferdewiehern und Raubvogelgekrächze Jagd auf die Moosweiberl macht: Waldgeister, die die Krankheiten heilen können. Besser, man legt sich flach auf den Boden, bis der wilde Spuk vorbei ist.
In „Berge flüstern laut“ geht es um Geschichten, die seit Jahrhunderten überliefert werden. Doch wie kann man heute von ihnen erzählen und ihre Protagonisten neu kennenlernen? Warum handeln die Sagenfiguren so, wie es erzählt wird? Was könnten sie noch erleben, oder lässt sich ihre Geschichte aus einer anderen Perspektive beleuchten? Kannten sich vielleicht manche von ihnen, ohne dass wir davon wissen? „Das vom Produktionsteam rund um Regisseurin Elli Neubert entwickelte Musiktheater ist von der Zusammenarbeit mit Grundschulkindern inspiriert“, sagt Dramaturgin Maria Leitgab. „In einer gemeinsamen Workshop-Phase wurden Figuren entdeckt, Geschichten umgeschrieben – und das Produktionsteam tauchte in die Welt der Salzburger Sagen und Mythen ein.“ Das Projekt fokussierte sich auf die Geschichten rund um die Figuren des Zauberers Jackl, der Untersberger Mandln, der Frau Perchta, der Moosweiberl und der Wilden Jagd, wobei die drei Performenden gemeinsam mit dem Publikum die Geschichten in einem „multiperspektivischen Erzähllabor“ ergründen. Leitgab: „Sie gehen der Frage nach Identitätsbildung durch alte Geschichten und einer möglichen Neuinter¬pretation auf den Grund.“
Jakob Boeckh zaubert in seiner Szenografie den Untersberg oder eine andere Erhebung auf die Bühne und lässt unterschiedliche Lichtstimmungen wirken. Begleitet wird das Stück von der magischen Klanglandschaft des Komponisten und Geigers Matteo Haitzmann, die mit Geigenklängen und dem Blockflötensound von Anne-Suse Enßle eine atmosphärische Welt entstehen lässt. Dabei begeben sich die drei Performenden auf die Suche nach wundersamen Wesen, seltsamen Orten und zauberhaften Ereignissen.
Allgemeines
Veranstalter
AUDI AG
Kommunikation Kultur
85045 Ingolstadt
Text und Biografien
Harald Hodeige





