Abendprogramm 10. Juli 2026

Verdi’s Breakdown mit der Jazzrausch Bigband

Große Musikgruppe in schwarzer Kleidung posiert im Studio vor hellem Hintergrund; mehrere Reihen, sitzend und stehend.

Bildnachweis: © Sebastian Reiter

Programm

Freitag, 10. Juli 2026

Beginn: 20 Uhr
Ort: Audi Gebäude H6
Karten: 35 Euro / freie Platzwahl, teilbestuhlt

Um 19.30 Uhr findet im Audi Gebäude H6 eine Konzerteinführung mit Annekatrin Hentschel (BR-Klassik) statt.

Verdi’s Breakdown mit der Jazzrausch Bigband

Jazzrausch Bigband:
Bettina Maier, Alt- und Sopransaxophon
Moritz Stahl, Tenor- und Sopransaxophon
Tom Förster, Tenorsaxophon
Florian Leuschner, Baritonsaxophon, Bass- und Kontrabassklarinette
Julius Braun, Trompete
Andreas Unterreiner, Trompete
Roman Sladek, Posaune, Leitung, Moderation
Moritz Renner, Posaune
Jutta Keeß, Tuba
Valentin Renner, Schlagzeug
Georg Stirnweiß, Bass, Synthesizer
Heinrich Wulff, Gitarre
Leopold Betzl, Keyboard
Karoline Weidt, Gesang
Leonhard Kuhn, Live Electronics, Kompositionen, Arrangements
Stefan Schnurr, Ton
Philip Foidl, Licht, technische Leitung

Verdi’s Breakdown 
(Uraufführung)

Pause

Best of Jazzrausch Bigband

Künstlerinnen/Künstler

Jazzrausch Bigband performt in schwarzen Outfits energetisch auf der Audi-Sommerkonzerte-Bühne vor jubelndem Publikum.

Werktext

Opernklassiker trifft Clubsound
Verdi’s Breakdown von der Jazzrausch Bigband

Giuseppe Verdi, dessen Tod sich 2026 zum 125. Mal jährt, brachte echte Menschen mit glaubwürdigen Gefühlen auf die Bühne und griff dabei oft auf reale Gesellschaftskonflikte zurück – weit entfernt von den mythologischen Stoffen mit idealisierten Helden und Herrscherfiguren, die die Oper früher bestimmten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging er als größter italienischer Opernkomponist in die Musikgeschichte ein – wobei er in seinen insgesamt 26 Bühnenwerken Weltgeschichte vertonte, vom biblischen Babylon und dem antiken Ägypten über das Mittelalter und die italienische Renaissance bis hin zum spanischen Barockzeitalter und das Leben um den französischen Bürgerkönig seiner Gegenwart. „Das Wahre kopieren kann ganz gut sein“, sagte er, „aber das Wahre zu erfinden ist besser, viel besser.“ 

1842 markierte der überwältigende Erfolg von Nabucco – der berühmte Chor „Va, pensiero“ zeigt ein leidendes Volk mit Sehnsucht nach Freiheit – den Beginn von Verdis steilen Karriere, während der er für die führenden Bühnen Italiens tätig war und Schlüsselwerke wie Macbeth, Rigoletto und Il trovatore komponierte. Viele seiner Erfolgs-Opern entstanden allerdings auch für große Bühnen im Ausland: La forza del destino etwa für St. Petersburg, die Neufassung von Macbeth sowie Don Carlos für Paris und Aida zur Eröffnung des Opernhauses in Kairo. Für Otello, der bei der Premiere an der Mailänder Scala ein fulminanter Erfolg war, wurde Verdi europaweit gefeiert – ein Triumph, den der Komponist 1893 im Alter von 80 Jahren mit seinem Falstaff noch einmal wiederholen konnte. 

In ihrem neuesten Projekt Verdi’s Breakdown denkt die Jazzrausch Bigband die bekanntesten Opernklassiker von Verdi neu: in einer virtuosen Techno-Verjazzung in der die Band mit purer musikalischer Wucht ihre ganze instrumentale Vielseitigkeit präsentieren kann. Nicht umsonst haben Bandleader Roman Sladek und Hauskomponist Leonhard Kuhn klassische Studiengänge absolviert, was auch zu Projekten wie Beethoven’s Breakdown, Bruckner’s Breakdown und Mahler’s Breakdown führte, die auch in Ingolstadt für Furore sorgten. Mit der Premiere des von den Audi Sommerkonzerten in Auftrag gegebenen Projekts Verdi’s Breakdown werden Verdis hochemotionale Schicksalsvertonungen ins 21. Jahrhundert katapultiert, indem sie mit Clubsound, massiven Kickdrums und strahlenden Bläsersätzen verbunden werden. Das Ergebnis? Ein mitreißender Live-Event voller melodischer Schönheit und romantischer Ausdruckskraft.

Allgemeines

Veranstalter
AUDI AG
Kommunikation Kultur
85045 Ingolstadt

Text und Biografien
Harald Hodeige

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