Jazz im Audi Forum Ingolstadt

Nahaufnahme eines Schlagzeugers, der bei dunkler Bühnenbeleuchtung ein leuchtend grünes Becken anschlägt.

Audi swingt

Zehntausende Besucher_innen sahen seit 2001 am Audi Forum Ingolstadt Konzerte von erlesener Qualität. Jazz spielt eine besondere Rolle im Kulturengagement der AUDI AG. Das liegt nicht zuletzt an der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Birdland Jazz Club Neuburg. Dessen Impresario Manfred Rehm nutzt seine weltweiten Kontakte, um immer wieder Top-Formationen nach Ingolstadt zu bringen.
Nahaufnahme einer Hand, die Saiten einer E-Gitarre anschlägt; Bild in Schwarz-Weiß gehalten.

So gastierten in den letzten 20 Jahren große Namen wie u.a. das Count Basie Orchestra, Freddie Hubbard, Paul Kuhn und das Pasadena Roof Orchestra. Bei den Konzerten im museum mobile entstanden vier Live-CDs. Das „Live On Stage“-Event (Warner), das Klaus Doldinger 2007 mit seiner Langzeit-Formation Passport im museum mobile einspielte, ist inzwischen legendär. Die Produktion wurde 2010 mit einem „Echo Jazz“ in der Kategorie „Bestes Livealbum“ ausgezeichnet. Audi in Kooperation mit dem Birdland Jazz Club Neuburg präsentieren die Konzerte und After Work Jazz Lounges verschiedener Jazzrichtungen zwischen Januar und April/Mai sowie von September bis November/Dezember.

Jazz-Konzert im April:

Sieben Musiker in schwarzen Anzügen stehen mit Trompete, Posaune, Klarinette, Kontrabass und Schlagzeug vor grauem Hintergrund.

© Sascha Kletzsch

Allotria Jazzband

Do., 23.4.2026, 20 Uhr

Das griechische Wort „allotrios“ bedeutet so viel wie „sonderbar, fremdartig“. Der Bayer würde dies einfach mit dem Wort „Schmarrn“ übersetzen. Und der des Englischen kundige Fan des gepflegten Swing bringt es mit „All that jazz!“ sogar auf den Punkt. Dies und noch ein wenig mehr garantiert die Rückkehr der Allotria Jazzband aus München um Bandleader Rainer Sander ins Audi Forum Ingolstadt.

Nach den umjubelten Gastspielen 2015 und 2022 ist die Gruppe abermals im Audi museum mobile zu Gast. Man muss allerdings gar nicht in die Untiefen einzelner Fremdsprachen einsteigen. Im Prinzip leitet sich der Gruppenname vor allem vom berühmten Münchner Jazzlokal „Allotria“ ab, das die weiß-blaue Landeshauptstadt von den 1960er bis in die 1990er Jahre regelmäßig mit Live-Jazz versorgte und in dem die swingenden Gentlemen lange Zeit als Hausband fungierten. Aus ihrer dienenden Rolle für große Stars entwickelten sie sich rasch zur eigenständigen Popularität. Mit ihrer ebenso temperamentvollen wie virtuos kredenzten Rezeptur aus Dixieland und Swing mauserte sich die kleine Big Band aus Maxvorstadt nach Tourneen in die USA und Kanada zu Deutschlands Exportschlager in Sachen „Classic Jazz“. Ein Ruf, der verpflichtet: Auch 2026 swingen die Allotrias immer noch frisch und ohne Reibungsverluste weiter.

Mit neuem Programm, prominenter Besetzung, im Norden wie im Süden der Republik, und inzwischen schon fast ein halbes Jahrhundert lang.

Ort: Audi museum mobile

Einlass: 19.00 Uhr

After Work Jazz Lounge

Entspannung und Anspruch: Was sich bei anderen Gelegenheiten ausschließt, bildet bei der After Work Jazz Lounge in der Bar & Lounge des Audi Forum Ingolstadt eine stimmige Symbiose.
Drei Musiker in schwarzen Anzügen lächeln auf einer Bühne unter farbigem Bühnenlicht neben einer Stehlampe.

© Wolfgang Menapace

Jasmin Bayer Trio

Do., 9.4.2026, 18 Uhr

Jasmin Bayer ist eine Entdeckung in der deutschen Jazz-Vocal-Szene. Eine Spätstarterin mit einem großen Erfahrungsschatz, die sich an jedem Abend neu zu erfinden versteht. Mit ihrer makellos warmen Intonation und ihrer charismatischen Bühnenpräsenz überrascht die gebürtige Pforzheimerin sogar erfahrene Zeitgenossen. Jasmin Bayer präsentiert sich als gestandene Frau, als Künstlerin, die genau weiß, was sie tut, die ihr Publikum mit musikalischer Qualität zu überzeugen versteht und es mit ungekünsteltem Charme umgarnt. Unterstützt von ihren Partnern Davide Roberts (Piano) und Gary Todd (Bass), kredenzt sie eine stimmige Mischung aus Lebensfreude, Melancholie und gesunder Wut. Sie präsentieren Jazz, feine Originals und souligen Pop mit einer Tiefe und Leichtigkeit, die berührt und elektrisiert.

Thomas Faist und Heinz Frommeyer posieren in dunklen Oberteilen vor einer weißen Wand.

© Faist AC

Thomas Faist – Heinz Frommeyer

Do., 16.4.2026, 18 Uhr

Das sind zwei, die zueinander passen wie der Deckel auf den Topf: der Altsaxofonist Thomas Faist und der Pianist Heinz Frommeyer. Der eine, nämlich Faist, stammt aus München und gibt sich, wie er spielt: zurückhaltend, keine überflüssigen Noten oder Worte, prägnant und auf den Punkt. Ein unprätentiöser musikalischer Erzähler, der sein Publikum mit seinem kultivierten Ton sofort in seinen Bann zieht. Der andere, nämlich Frommeyer, lebt nach 20 Jahren in den USA wieder in Augsburg. Aus dieser Zeit bringt der klassisch ausgebildete Klavierlehrer und professionelle Musiker eine Reihe von Stücken mit, die er alle mit persönlichen Erfahrungen verknüpft. Ein hinreißendes Duo, das schon zum zweiten Mal in der After Work Jazz Lounge auftritt und mit Sicherheit viele alte Fans und neue Freunde begeistern wird.

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