Links singender Chor mit Notenmappen, rechts Porträt einer Frau in dunklem Kleid vor unscharfem Hintergrund.

Bildnachweise: © Thorsten Brieger (Audi Jugendchorakademie) | © Paul Marc Mitchell (Chen Reiss)

Abschlusskonzert mit der Audi Jugendchorakademie

Giuseppe Verdis Messa da Requiem ist weniger ein Werk für die Toten als ein dramatisches Musikstück über die menschliche Vergänglichkeit. Beim Abschlusskonzert der Audi Sommerkonzerte 2026 führt die Audi Jugendchorakademie das Requiem gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin auf. Ein herausragendes Solistenensemble – angeführt von Chen Reiss, Sung Min Song und Wilhelm Schwinghammer – sorgt dabei für vokale Brillanz und eindrucksvolle Klangtiefe.

Sonntag, 26. Juli 2026

Beginn: 19 Uhr
Ort: Festsaal, Ingolstadt
Karten: 60 / 50 / 40 / 30 Euro

Um 18:30 Uhr findet im Mittelfoyer des Festsaals eine Konzerteinführung mit Annekatrin Hentschel (BR-Klassik) statt.

Künstlerinnen/Künstler

Audi Jugendchorakademie
Akademie für Alte Musik Berlin
Chen Reiss, Sopran
Irene Roberts, Mezzosopran
Sung Min Song, Tenor
Wilhelm Schwinghammer, Bass
Martin Steidler, Leitung

Programm

G. Verdi: Messa da Requiem

Giuseppe Verdi ging es in seiner Messa da Requiem nicht um die Toten, sondern um die Lebenden. Im Zentrum dieses monumentalen Werks steht mit dem Dies irae, jenseits aller religiösen Verklärung, die realistisch gezeichnete Tragödie um die menschliche Sterblichkeit. Verdi gibt der apokalyptischen Schreckensvision, die in aller Drastik mit harten Akkordschlägen und einem archaischen Chorsatz in atemberaubender Musik in Szene gesetzt wird, den größten Raum. Diesen zentralen Abschnitt seines Requiems vertonte er wie eine durchkomponierte Opernszene – inklusive hochdramatischem Sopran-Solo und „Fernchor“, wie er sie etwa schon im vierten Akt seines Il Trovatore geschrieben hatte. So entsteht ein mehr als halbstündiges Klangdrama, das mit dem Lacrymosa ausklingt, in dem der italienische Opernkomponist die Klage König Philipps um den ermordeten Marquis Posa aus einem später wieder gestrichenen Duett des Don Carlos „recycelte“; zuvor klingt bereits die Gewitterszene aus Rigoletto an.

Im Abschlusskonzert der Audi Sommerkonzerte 2026 präsentiert die Audi Jugendchorakademie Verdis grandioses Requiem, das von Anhängern wie Gegnern als seine „beste Oper“ bezeichnet wurde. Unter der musikalischen Leitung von Martin Steidler setzt der Chor dabei die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Akademie für Alte Musik Berlin fort, die sich mit ihren lebendigen, facettenreichen und spannungsgeladenen Interpretationen seit vielen Jahren unangefochten an der Weltspitze der historisch informierten Elite-Kammerorchester behauptet und sich nun zum ersten Mal dem Verdi- Requiem widmet. Das handverlesene Solistenensemble wird von Chen Reiss angeführt, die sich mit einer „Stimme von silbriger Helligkeit und Klarheit“ (Bachtrack) vom Solistenensemble der Bayerischen Staatsoper an die Weltspitze gesungen hat. An ihrer Seite zu erleben: der junge Tenor Sung Min Song, der „enorme Strahlkraft besitzt“ (Süddeutsche Zeitung) und mit „hoher Elastizität, edlen Obertönen und einer natürlichen Kraft“ (Mannheimer Morgen) mühelos höchste Höhen erklimmt. Für das notwendige Klangfundament sorgt Wilhelm Schwinghammer, der „einen der schönsten Bässe hat, der seit Langem aus deutscher Kehle drangen“ (Deutschlandfunk).

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