
Bildnachweis: © Andrej Grilc
Barbican Quartet
Samstag, 18. Juli 2026
Beginn: 20 Uhr
Ort: museum mobile, Audi Forum Ingolstadt
Karten: 30 Euro
Um 19.30 Uhr findet im museum mobile eine Konzerteinführung mit Annekatrin Hentschel (BR-Klassik) statt.
Künstlerinnen/Künstler
Barbican Quartet
Gewinner des ARD-Musikwettbewerbs 2022
Amarins Wierdsma, Violine
Kate Maloney, Violine
Christoph Slenczka, Viola
Yoanna Prodanova, Cello
Programm
W. A. Mozart: Streichquartett D-Dur, KV 575
Thomas Adès: Arcadania
Sophia Jani: Postlude
Maurice Ravel: Streichquartett F-Dur (op. 35)
Vier Nationalitäten, vier Persönlichkeiten, ein Streichquartett: Das Barbican Quartet verbindet „Perfektion, Risikofreude und größte Emotionalität“ (Deutschlandfunk) und gehört zu den gefragtesten jungen Streichquartett-Formationen der Gegenwart. Das gefeierte Nachwuchsensemble, dem die Süddeutsche Zeitung „Rasanz und Pointenreichtum“ attestierte, gewann nach diversen Wettbewerbserfolgen im September 2022 den ersten Preis beim 71. Internationalen Streichquartett-Wettbewerb der ARD. Doch damit nicht genug: Zusätzlich wurde das Quartett mit dem Sonderpreis für die beste Interpretation eines Auftragswerks der britisch-bulgarischen Komponistin Dobrinka Tabakova, dem Genuin-Klassik-Preis für eine CD-Produktion, dem Preis des Musikinstrumentenherstellers GEWA sowie dem Henle-Urtext-Preis ausgezeichnet. Ein Paukenschlag, der in der internationalen Klassikszene für Aufsehen sorgte.
Seitdem tourt das Barbican Quartet durch die großen internationalen Konzertsäle und wird nun auch bei den Audi Sommerkonzerten 2026 erwartet – mit einem abwechslungsreichen Programm, an dessen Anfang Mozarts eingängiges Streichquartett D-Dur KV 575 steht, das erste der für Friedrich Wilhelm II. komponierten „Preußischen Quartette“. Es folgt „Arcadiana“ des britischen Starkomponisten Thomas Adès, den die Financial Times als „visionäres Genie“ feierte und dessen Werke laut Süddeutscher Zeitung „Sensationsstatus besitzen“. Die Musik, die von der idealen Landschaft Arkadiens inspiriert wurde, wie sie Vergil in seinen Hirtenliedern beschrieben hat, beschwört laut Adès „verschiedene verschwundene oder verschwindende Idyllen herauf“ – und avancierte früh nach der Premiere zu einem echten Publikumsliebling. Verträumt und pittoresk wirkt auch das von der amerikanischen Minimal Music inspirierte Postlude der deutschen Komponistin Sophia Jani, derzeit Composer in Residence des Dallas Symphony Orchestra. Atemberaubende Koloristik prägt schließlich das Streichquartett von Maurice Ravel, bei dem die vier Mitglieder des Barbican Quartet alle Hände voll zu tun haben, die gefordert ungewöhnlichen Klangfarben zu erzeugen – mit Dämpfern, dem Spiel am Steg oder in höchsten Lagen, flirrenden Flageolett-Tönen … Nie zuvor klang ein Streichquartett wohl derart exotisch.