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Faszinierende Ausstellungen

Die Dauerausstellung ist das Herz des museum mobile. Von der Eingangsebene 0 bringt Sie der Aufzug als „Zeitmaschine“ zurück in das Jahr 1899 auf Ebene 3, wo der Rundgang beginnt. Die zwei Ebenen der Dauerausstellung, 1899 bis 1945 und 1946 bis 2000, sind jeweils in sieben Abschnitte unterteilt. Jeder Bereich gibt einen Überblick über die einzelne Epoche. Texte und Bilder thematisieren das Verhältnis von Automobil, Technik und Gesellschaft.

Multimediale Inszenierungen und Hands-on-Exponate

Die Exponate sind die Highlights der Dauerausstellung. Über 100 Automobile und Zweiräder illustrieren die Geschichte des Unternehmens. Auf einem Paternoster, der sich permanent durch alle Ebenen des Gebäudes bewegt, präsentieren sich regelmäßig wechselnde automobile Schätze. Große Ereignisse der Geschichte der Vier Ringe, so zum Beispiel die Fusion zur Auto Union 1932, werden in multimedialen Inszenierungen erläutert und machen Sie zum Augenzeugen der Geschichte. Die Technikgalerie mit interaktiven Hands-on-Exponaten gibt darüber hinaus einen Überblick über die wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung des Automobils.

Neue Sonderausstellung vom 28. März bis 23. Juni 2019 zum 150. Geburtstag von Firmengründer August Horch

Zu Ehren des 150. Geburtstages von August Horch zeigt das Audi museum mobile eine vom August Horch Museum Zwickau konzipierte Sonderausstellung über den Gründer der AUDI AG (28. März bis 23. Juni 2019). Obwohl von August Horch nur wenig Materielles die Zeit überdauerte, zeichnet die Ausstellung die wichtigsten Stationen seines Lebenswegs nach. Sie folgt den Spuren des Schmieds, des Konstrukteurs, des Firmengründers, des Motorsportlers, des Funktionärs aber vor allem denen des Menschen August Horch. Horch, der am 12. Oktober 1868 in Winningen an der Mosel geboren wurde, ging es Zeit seines Lebens um praktische Nachfolgeverbesserungen am Automobil. Er war nicht der Erfinder des heute so selbstverständlichen Fortbewegungsmittels, aber er hat bessere Gebrauchseigenschaften für seine Fahrzeuge umgesetzt und damit dem Automobilbau in der frühen Entwicklungsphase entscheidende Impulse verliehen. Seinen Leitsatz, dass er „unter allen Umständen nur große, starke und gute Wagen bauen wolle“, hat Horch zielgerichtet verwirklicht. Als er 1896 das erste Mal mit einem Automobil in Berührung kam, war die Erfindung gerade zehn Jahre alt. Das Auto steckte in den Kinderschuhen und war im Grunde eine Kutsche mit Verbrennungsmotor. Zuvor war der gelernte Schmied jahrelang, wie damals üblich, zu Fuß auf der Walz, arbeitete in verschiedensten Betrieben und kam dabei bis nach Serbien.

Neugier und Erfindergeist führten Horch 1896 mit Carl Benz zusammen, der in Mannheim bereits Motorwagen bauen ließ. Nach nur vier Monaten übertrug dieser Horch bereits den Betrieb des Motorwagenbaus, was Horch unter anderem verantwortlich machte für die Produktion des Vélo, des ersten, serienmäßig hergestellten Automobils der Welt. Gegen den Widerstand der Firmenchefs wollte er noch leistungsfähigere Modelle entwickeln. Er stieß an Grenzen. 1899 macht sich Horch deshalb in Köln-Ehrenfeld selbständig, gründete Horch & Cie. und meldete bald sein erstes Patent an: Ein Abreißgestänge, das das Anspringen der Fahrzeugmotoren erheblich erleichterte. Ein Jahr später war der erste eigene Wagen von August Horch fahrbereit.

In Köln hatte Horch mit seinem Unternehmen aber keine Zukunft. Es mangelte an Fläche und an Investoren. 1902 zog Horch ins sächsische Reichenbach, zwei Jahre später nach Zwickau. 1909, nach Auseinandersetzungen mit dem Aufsichtsrat, muss August Horch seine eigene Firma verlassen und gründet nur Wochen später die Audi Automobil-Werke mbH (in Anlehnung an die lateinische Übersetzung seines Namens). 1920 verlässt Horch auch Audi und arbeitet bis 1941 als Gutachter und Sachverständiger in Berlin. 1951 stirbt er im oberfränkischen Münchberg.

Von August Horch hat wenig Materielles die Zeit überdauert. Dennoch weist die Schau einige herausragende Exponate auf, wie einen Motorwagen Benz Vélo von 1898, einen Horch 10-12 PS, Modell 2, Tonneau von 1903 oder den Audi 14/35 PS, Typ C, „Alpensieger“ von 1919. Der Aufbau folgt den markanten biografischen Meilensteinen und Wendepunkten: Kindheit und Jugend (1868 – 1884), Die Walz/ Studium in Mittweida (1884 – 1891), Auf dem Weg zum Automobil (1891 – 1899), Vom Ingenieur zum Unternehmer (1899 – 1920), Kräftemessen – Wettkampf beweist Qualität (1904 – 1914), Nach dem Automobilbau (1920 – 1945), Armut, Not und Ehre (1945 – 1951).
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„Zurück in die Zukunft“ im Audi museum mobile

13 Studien und Prototypen sowie drei Motoräder aus der langen Geschichte der AUDI AG sind die neuen Protagonisten auf dem Paternoster im Audi museum mobile in Ingolstadt. Gemäß dem Titel „Zurück in die Zukunft“ präsentiert das Museum automobile Zeitzeugen, die nur höchst selten zu sehen sind. Die Sonderausstellung ist ab sofort bis Ende März 2020 geöffnet.

Für die Kenner der Marke ergeben sich zahlreiche Momente „alte Bekannte“ und fast vergessene Vertreter innovativer Ingenieurskunst und Designfantasie wieder zu entdecken. Zum Beispiel der spektakuläre NSU Rekordwagen von 1963, der mit seinem 500 ccm Motor in den USA und auf einem gesperrten Autobahnteilstück Rekorde über einen Kilometer und eine Meile bei fliegendem Start aufstellte. Nostalgiker erinnern sich noch an den NSU Ro80 2+2 aus der Feder des Designers Sergio Pininfarina.

Höher schlägt das Herz den Fans der jüngeren Geschichte der Marke. Über vier Stockwerke rotieren auf dem Paternoster der Audi quattro Spyder , der 1991 auf der IAA in Frankfurt präsentiert wurde, der Audi AVUS quattro (1991 in Tokyo), der Audi AL2 Open End Prototyp (1997 in Frankfurt), der Audi quattro Steppenwolf (2000in Paris), der Audi Avantissimo (2001 in Frankfurt), der Audi Nuvolari quattro (2003 in Genf), der Audi e-tron concept car (2009 in Frankfurt) und der Audi quattro concept (2010in Genf).

Auch die Liebhaber von Motorrädern finden auf dem neu bestückten Paternoster spezielle Maschinen vor. Die Münch 4 TTS war zum Produktionsstart 1966 mit seinen 1200 ccm das leistungsstärkste Straßenmotorrad der Welt. Ebenfalls zu sehen ist der Prototyp des Audi Motorrads von 1977. Zu einer Wiederbelebung der großen Motorradtradition unter der Vorgängermarke DKW sollte es aber nicht mehr kommen. Komplettiert wird das Motorradtrio durch eine Van Veen OCR 1000 mit Wankelmotor.
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